KG Lachatrapper Dornstadt 1972 e.V.
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Information über unsere Gesellschaft:

 

Die Karnevalgesellschaft Lachatrapper Dornstadt 1972 e.V. wurde im Herbst 1970 von Jürgen Greinacher, unserem heutigen Ehrenpräsidenten, gegründet. Die erste Prinzengarde wurde aus Mitgliedern der Badminton-Abteilung der Sportfreunde Dornstadt rekrutiert. 1972 wurde der Verein offiziell im Vereinsregister eingetragen.

z. Zt. zählen wir 245 Mitglieder, wovon 116 (davon 57 Jugendliche unter 18 Jahren) Mitglieder aktiv tätig sind.

Der „Lachatrapper" wurde damals als Symbolfigur dargestellt, bevor 1975 die Maskengruppe Lachatrapper ins Leben gerufen wurde. Die Maskengruppe pflegt das Schwäbisch-Allemanische Brauchtum. Die Pflege karnevalistischen und Schwäbisch-Allemannischen Brauchtums nebeneinander in einem Verein ist nicht oft anzutreffen, wird bei den Lachatrappern jedoch immer Bestand haben.

Im Jahre 2000 wurde die Sportabteilung gegründet, in der sämtliche Gardetänzerinnen- und Tänzer organisiert sind. Die Sportabteilung wurde notwendig, da Gardetanz heutzutage Hochleistungssport ist. Unsere Trainerinnen und Trainer erhalten über den Württ. Landessportbund eine fundierte Ausbildung und sind im Besitz einer Trainerlizenz. Durch diese Ausbildung unseres Trainerteams ist der sportliche Aspekt des Gardetanzes professioneller.

Seit 2001 engagieren sich die Lachatrapper auch im Bereich der Jugendarbeit sehr stark. Wir sind Mitglied des Ortsjugendring Dornstadt.

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Geschichtlicher Hintergrund des Lachatrappers

 

In früheren Zeiten ertönte des öfteren der Schreckensruf „D‘r Hohlweg kommt", wenn zu Zeiten der Schneeschmelze es zu erheblichen Überschwemmungen im Bereich Dornstadt kam. Aber auch bei heftigen Gewitterregen soll ab und zu ein breiter Strom von dort, wo jetzt das Hallenbad steht das Dorf überflutet haben. Über den vorderen Teil der Tomerdinger Straße, einen Teil der Langen Straße, die Kreuzstraße und die Hirschstraße wälzten sich die Fluten, bis sie in der Nähe des jetzigen Musikantenstadels das Dorf Richtung Tobeltal verließen

In dem großen Einzugsgebiet der freien Feldmarkungen bis weit hinter Tomerdingen kamen oft große Wassermengen zusammen. Diese sammelten sich dann am Treffpunkt der Geländemulde und bildeten im Laufe der Zeiten einen Einschnitt, den Hohlweg, in dem zu trockenen Zeiten der Ortsverbindungsweg nach Tomerdingen führte. Dieser wurde erst in der zweiten Hälfte der 60er Jahre insbesondere mit dem Abbruchmaterial der alten Dornstadter Kirche aufgefüllt. Für die Dornstadter Bevölkerung brachten die Überschwemmungen immer viele Probleme mit sich. So erzählt man in Dornstadt heute noch von den überfluteten Kellern, in denen die Mostfässer an der Decke schwammen.

Toll fanden das Hochwasser nur die Kinder, die wegen des Stromes, der das Dorf in 2 Teile trennte, nicht zur Schule konnten. Der Strom lud sogar zum Bootlesfahren ein. Mit Booten war man hier auf der Alb natürlich nicht ausgerüstet. Dazu reichte den Kindern der häusliche Backtrog oder auch der Trog, der sonst am Schlachttag zum Brühen der Schweine gebraucht wurde. Wenn dann das Hochwasser langsam wieder abgelaufen war, hinterließ es natürlich unzählige Pfützen, auf gut schwäbisch „Lacha". Hier sei verraten, daß davon der frühere Spitzname der Dornstadter herrührt - Lachatrapper -, zu Hochdeutsch „Pfützentreter".

Mit der Ausführung der Ortskanalisation gehören diese bösen Ereignisse der Vergangenheit an.

Die „Lachatrapper" stellen derbe Älbler Bauern dar. Die Maske selbst trägt einen grünen Hut und ist mit einem schwarzen Nackentuch versehen. Das Häs besteht aus einer schwarzen Hose und einem roten Kittel, darüber wird eine grüne Weste getragen. Der Kittel ist im Bereich des Halsausschnittes sowie den Ärmeln mit einer rot-grünen Borte versehen. Weiterhin gehören ein Saatsack und ein Schirm zum Häs des Lachatrappers. Der Schirm symbolisiert die Plage, also Schneeschmelze bzw. Gewitterregen, der die Dornstadter heimsuchte. Der Saatsack als Symbol des Bauern dient zur Unterbringung von Utensilien des Maskenträgers und zeigt gleichzeitig die ärmlichen Verhältnisse, mit denen Dornstadt zu kämpfen hatte, da dieser Saatsack nicht nur zur Aussaat der Frucht, sondern auch als Tasche bzw. Transportmittel eingesetzt wurde.

 

 

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